Hallo zusammen,

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

  • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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    23 days ago

    Und zum Finale vom Amazing Digital Circus haben sie es sogar tatsächlich geschafft, einige Kinos in Europa (sogar Albanien!) als Austrahlungsorte zu gewinnen. Hier kann man gucken welche das sind. Bei dem kleinen Kino bei mir um die Ecke sind sogar am ersten Tag schon so 20 Tickets oder so verkauft worden und der Verkauf startete am 29.04. Also scheint wirklich Interesse da zu sein, das freut mich. Die vorherigen Folgen gibt es auf deren YouTube Kanal und das Finale kommt 4 Wochen später auch dort.

  • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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    ·
    23 days ago

    Ich war im Konzerthaus Berlin bei einem Konzert dirigiert von Joana Mallwitz, einer vergleichsweise jungen, aber bereits sehr erfolgreichen Dirigentin. Gespielt wurde die 6.Sinfonie von Beethoven, auch als Pastorale bezeichnet, und Daphnis et Chloë von Maurice Ravel. Beide Stücke waren angenehm entspannend und auch wirklich gut gespielt vom Orchester. Beim zweiten Stück war ein relativ großer Chor enthalten, der aber quasi nur “Aaaaaa” als Hintergrundmusik singt, das war schon relativ modern.
    Besonders gefallen hat mir die Einführung vor dem Stück, die auch direkt von der Dirigentin gegeben wurde und überaschend lang war. Dabei hat sie dann auch mal ein paar Beispiele auf dem Klavier vorgespielt, sodass man nicht Musik studiert haben musste um zu verstehen, was sie einem da gerade versucht zu erklären mit den Akkorden und Themen in den Stücken. Kann ich also sehr empfehlen, die Einführungen bei ihren Stücken zu besuchen. Und sie ist auch beim Dirigieren sehr energetisch bei der Sache, das ist auch eine Freude zuzuschauen. Im Gegensatz zu manch anderen, die da Statuen imitieren.

    Außerdem habe ich Book from the Ground von Xu Bing gelesen. Von dem Buch hatte ich in der Dokumentation Vom Schreiben und Denken (Teil3) damals auf arte erfahren, aber der dritte Teil der Doku ist leider nur noch als Download im archive.org findbar (die Doku war auch interessant und kann ich auch empfehlen).
    Der Name und die Idee des Buches kommt daher, dass sowas ähnliches wie die Redewendung “das ist chinesisch für mich” im Chinesischen selbst als Buch vom Himmel beschrieben wird. Also ein Text, den niemand entziffern kann. Der Autor hatte auch ein solches Book from the Heavens veröffentlicht. Dieses ist mit fiktionalen Schriftzeichen gefüllt, die keine reale Bedeutung haben und somit ein Buch ergaben, dass niemand lesen konnte.
    Danach hat ihn die Idee fasziniert, ein Buch zu erzeugen, das jeder lesen kann, egal welche Sprache man spricht. Daher entsprang dann der Name als Gegenstück zum Vorgänger: Das Buch vom Boden, für ein Buch, das jeder lesen kann.
    Dafür hat er Piktogramme gesammelt und diese zu einer kleinen Geschichte zusammengefügt. Es handelt sich um einen Tag im Leben eines Büroarbeiters und ist eindeutig Slice of Life, ohne irgendeine tiefgreifende Botschaft oder komplizierte Handlung. Die Grundidee hat auch soweit geklappt, da ich zu 99 % die Geschichte entziffern konnte. Genau die Frage, was für eine Art Geschichte erzählt wird, hat mich auch genug gereizt das Buch zu kaufen. Denn komplexere Handlungsstränge sind vermutlich schwer ohne Worte zu vermitteln. Daher kann ich es absolut verstehen, dass es SoL geworden ist. Aber ein bisschen schade finde ich es schon, dass der Autor keine ambitioniertere Geschichte probiert hat.
    Als kleines Rätsel zum Entziffern ist es ganz lustig, aber es ist auch nicht lang. Witzig fand ich zum Schluss auch, dass die letzte Seite mit den Publikationsdaten und Auflage etc. auch komplett ohne Worte auskam. Also ganz nett, wenn man die Grundidee interessant findet, aber jetzt auch kein Meisterwerk.