• CyberEgg@discuss.tchncs.de
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    5 days ago

    Die Idee hinter Tauschwohnungen war eigentlich mal, dass man in eine Wohnung zieht, die besser zu den eigenen Bedürfnissen passt, ohne dabei den Vermietern die Gelegenheit zu geben, die Miete anzuziehen, wie es bei Mieterwechseln die Regel ist.
    Als konkretes und pointiertes Beispiel könnte man dabei älter werdende Menschen nennen, die nach dem Auszug ihrer Kinder keine fünf, sechs Zimmer mehr brauchen, die mit der jungen eventuell größer werdenden Familie tauschen, deren zweieinhalb-Zimmer Wohnung mit der anstehenden Geburt des zweiten und dem Wachstum des ersten Kindes aus allen Nähten platzt.
    Der Tausch soll dabei dem Fall vorbeugen, dass das ältere Paar sich bei einer normalen Wohnungssuche fragt, warum sie für zweienhalb Zimmer mehr Miete zahlen sollten als für ihre jetzigen fünf bis sechs, und die junge Familie nicht in der kleinen Wohnung bleibt, weil sie sich die große während Elternzeit (oder auch danach noch) gar nicht leisten könnten, weil die Vermieter den dreißig Jahre alten Mietvertrag endlich an die “ortsübliche Vergleichsmiete” eines gentrifizierten ehemaligen Arbeiterviertels anpassen können.

    • nahostdeutschland@feddit.org
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      5 days ago

      Und was hindert den Vermieter daran, dem ganzen nicht zuzustimmen? Er wäre ja schön blöde, wenn er das ältere Ehepaar ab 70, das im günstigen Altmietvertrag wohnt, dann gegen eine junge Familie mit dem gleichen Vertrag tauscht.

      • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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        5 days ago

        Gar nichts. Der Vermieter kann sogar eine neue Miete zur Bedingung seiner Zustimmung zum Tausch machen. Es gibt aber Anreize für den Vermieter, dem Tausch zu brauchbaren Konditionen zuzustimmen, zum Beispiel spart er sich den Makler oder den Aufwand, selber neue Mieter suchen zu müssen.