Als jemand, der voraussichtlich nie Kinder haben wird, geht das für mich in Ordnung. Wenn ich vergleiche, wie viele Kosten Freunden mit Kindern zusätzlich entstehen, sind das ziemlich große Beträge, die ich stattdessen sparen oder verkonsumieren könnte.
Ob man diesen finanziellen Vorteil jetzt durch ein höheres Kindergeld, höhere Kinderfreibeträge oder höhere Abgaben für Kinderlose ausgleicht, finde ich erstmal zweitrangig.
Ob weniger Geld im Portemonnaie von kinderlosen wirklich dafür sorgt, dass diese sich eher FÜR Kinder entscheiden möchte ich bezweifeln. In der Praxis geht die Überlegung zum Kinder kriegen ja (meistens) nicht so: “Wenn wir ein Kind bekommen würden, würden wir Kindergeld bekommen und weniger in die Pflegekasse einzahlen. Wir hätten also im Monat 400€ mehr”.
Sondern in der Praxis ist die Überlegung: “Hmm, wir haben aktuell gerade so viel netto übrig, dass es für uns beide reicht. Wie sollen wir da noch ein Kind groß ziehen”.
Die Regierung würde für Mehreinnahmen wirklich alles tun, außer Steuerbetrug aufzuklären oder reiche mehr zu besteuern.
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Höhere Abgaben erleichtern meine tagtäglichen Kaufentscheidungen ziemlich, weil die Antwort überall “nein” ist. Ich sollte also dankbar sein.
Als jemand der 4 Kinder hat, müsste ich das eigentlich Schadenfroh belächeln. Aber ich finde es nicht ganz korrekt. Viel besser wäre es, die Leute mit Kindern weniger belasten.
Fände ich politisch auch den klügeren Schachzug mit Belohnung statt Bestrafung zu arbeiten, aber im Endeffekt kommt es ja mehr oder weniger aufs gleiche hinaus, oder?
Somit werden auch die bestraft, die gerne Kinder hätten, aber aus irgendwelchen Gründen keine haben können.
Finanziell sehe ich hier erstmal keinen Unterschied, ob ich absichtlich oder unabsichtlich Geld durch Kinderlosigkeit spare. Was man m.E. diskutieren könnte, ob man durch die zusätzlichen Einnahmen ggf. auch bessere Unterstützung für Betroffene ermöglicht, z.B. für Kinderwunschbehandlungen oder zumindest private Ausgaben absetzbar macht.
Der unerfüllte Kinderwunsch wird sie im alter aber auch nicht pflegen.
Oder auch nur noch keine haben. Der erhöhte Satz gilt ab 23.
Grundsätzlich muss ich aber sagen, finde ich es richtig, dass kinderlose sich hier mehr beteiligen sollen.
Ja, als selbst kinderlose Person: eine Gesellschaft braucht Nachwuchs und somit sollten diejenigen, die dafür gesorgt haben auch bevorteilt werden.
Selbst aus Eigennutz ist das gut, ich will ja nicht bis zum umfallen arbeiten sondern auch irgendwie was wie einen Ruhestand mal haben. Und das geht nur, wenn es genug andere, jüngere, Arbeiter dann noch gibt.
Aber ab 23 ist schon etwas heftig. Gerade mit Studium etc. heutzutage ist das ja absolut kein Alter in dem es schon normal ist, Kinder zu haben. Setzt es ab 30 an und gut ist.
Und außerdem auch als Erleichterung für Menschen mit Kindern, nicht als Nachteil für Menschen ohne
Rein logisch betrachtet ist es Wumpe ob wir alle 100€ zahlen und Kinderlose 30€ mehr oder wir alle 130 € zahlen und Eltern 30 € weniger zahlen müssen.
Aber psychologisch kommt die zweite Lösung weniger bestrafend vor, da hast du Recht.
Wenn du mir garantierst, dass die Mehreinnahmen in Kinderhaltung fließen anstatt in Rüstung, Korruption und Haushaltslöcher bin ich dabei.
Pflegekassen haben eher wenig Ausgaben im Bereich Rüstung.
Das beste was ich anbieten kann ist ein 5000 Euro Abwrackprämie beim Kauf eines neuen diesel SUVs.
Die haben dafür doch mehr Geld für sich selber übrig, wenn sie keine Kinder finanziell versorgen müssen?
Bin kinderlos, werde das auch bleiben, und sehe ein, dass wir stärker belastet werden als Menschen mit Kindern. Ich würde mir aber eine einfachere Regelung wünschen. D.h. Beitrag zur Pflegeversicherung ist erstmal möglichst einfach und für alle derselbe Anteil. Die Menschen mit Kindern bekommen dann aber Geld über das Kindergeld zurück. Dann ist es eher eine finanzielle Belohnung fürs Kinder Großziehen als eine Strafe für Kinderlosigkeit, auch wenn es finanziell am Ende aufs selbe hinausläuft. Stelle mir vor, dass es das für die Pflegeversicherung deutlich einfacher macht.
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Wie soll das so weiter gehen? Ständig hört man nur wie die Situation für Arbeitnehmer verschlechtert wird. Und die Regierung versucht nicht mal den Eindruck zu machen dass sie irgend was anderes vor haben als Ihre Lobby mit Geld zu bewerfen.
Für die CDU ist das ja immerhin Teil des Programmes. Aber ich raff nicht wieso bei der SPD die Führung nicht abgesägt wird. Haben die angst vor der AfD? Sind alle mit Sozialdemokratischen Überzeugungen schon weg?
Aber ich raff nicht wieso bei der SPD die Führung nicht abgesägt wird.
In der SPD haben Opportunisten und Karrieristen schon lange das Ruder übernommen. Die haben sich damit abgefunden, dass die SPD mit der Zeit in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird, aber wollen natürlich vorher noch etwas davon haben. Dementsprechend ist dort niemand bereit auf einen Platz am Tisch zu verzichten, denn es ist höchst unsicher ob man nochmal einen bekommt.
Und nach allem wad man so hört, zieht sich das bis auf die kommunale Ebene so durch.
Sind alle mit Sozialdemokratischen Überzeugungen schon weg?
Die sind seit Schröder weg. Damals hat übrigens die SPD mit den ach so progressiven Grünen zusammen den Sozialstaat eingestampft.
Leider haben das viele scheinbar schon vergessen.
Das, was man jetzt versucht, uns auch noch wegzunehmen, ist nur ein armseliger Rest dessen, was mal die soziale Marktwirtschaft ausgemacht hat.
Das Thema haben wir schon:










