„Bayern ist noch zwei Monate entfernt Atomwaffen zu entwickeln.“
Bayern ist bald Atommacht, nur so wird sich die Unabhängigkeitsbewegung durchsetzen können.
Mit Bavaria One gibt es bereits die nötigen Interkontinentalraketen.
An die Regeln halten ist offensichtlich nur noch was für uns Proletarier.
Genau wie Steuern zahlen. Und Umwelt schützen. Und sich an Gesetze halten.
Es sollte eigentlich genau das Gegenteil einer Umrüstung angestrebt werden.
Das Ding ist die Garantie, dass Deutschland jederzeit in 1,5 Jahren eine Bombe bauen kann falls geopolitisch notwendig - und da sind wir grade sehr nahe dran.
Wann US-Angriff auf Bayern?
Dann sollte das Teil aber besser in einem Stollen stehen.
Das Ding ist die Garantie, dass Deutschland jederzeit in 1,5 Jahren eine Bombe bauen kann
Ist es auch aus einem anderen Grund gebaut worden? Wie relevant ist die Forschung?
Schon lange vor seiner Inbetriebnahme 2001 war die Verwendung des atomwaffenfähigen Stoffes höchst umstritten, da er internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Verbreitung von atomwaffenfähigem Material zuwider läuft.
Was sagt denn die IAEA dazu, wann kommen Kontrollen? Immerhin ›die für Deutschland wichtigste Organisation in diesem Bereich‹.
Die Landtags-Grünen fordern, dass er erst wieder in Betrieb gehen darf, wenn statt des auf 95 Prozent angereicherten Urans solches mit höchstens 50 Prozent zur Verfügung steht.Atomkraft, ja bitte. Ganz normaler Grünen-Standpunkt, I guess.Forschungsreaktor erzeugt doch keine Atomkraft?
Du hast Recht, mein Fehler das da mit reinzuinterpretieren, da war ne Prise zu viel Empörung im Spiel. Mit 20 MW hat der Reaktor auch eine viel niedrigere Leistung, als normale AKWs.
Der Reaktor ist dennoch bereits seit der Planung und bis heute ein Streitpunkt für Atomgegner und Anwohner. Die Nutzung ohne Genehmigung und der Betrieb mit waffenfähigen Uran samt Verschleppung der Umrüstung seit Jahrzehnten müsste meiner Meinung nach einem eigentlichen grünen Ideal ganz anders aufstoßen. Aber ja, die heutigen Forderungen der Landtagsgrünen sind eher nicht das Problem. Ich streich den Take mal raus.
Dafür, dass ich jetzt doch etwas tiefer reingeschaut habe, hier ein paar andere Tidbits:
The reactor operates since ten years after intense national and international discussions over the use of weapon usable HEU to fuel the reactor. Since its construction the reactor is therefore obliged to convert to lower enrichment levels as soon as a suitable fuel becomes available. Despite huge international efforts to develop new fuels it is still not clear if and when the reactor can be converted.
2016 inis.iaea.org
The design of the research reactor FRM-II in Munich took place when the norm against using highly enriched uranium (HEU) as fuel for research reactors was already widely accepted. Yet, the FRM-II went critical in 2004 using HEU. The operating license, however, included the requirement to convert the FRM-II to low enriched uranium (LEU) fuel until the end of 2010. This deadline has been extended to 2018. This conversion deadline will not be met either. The operation of a research reactor using HEU does not only undermine international non-proliferation policy, it also bears several problems such as the fuel supply and the spent fuel management.
2018 dpg-verhandlungen.de
Hauke Doerk vom Münchner Umweltinstitut erklärte, ein Rechtsgutachten habe bereits 2019 festgestellt, dass der Betrieb mit hoch angereichertem Brennstoff seit 2011 illegal sei.
Der Anreicherungsgrad des Garchinger Brennstoffs von 93 Prozent entspreche dem von US-Nuklearwaffen, sagte Kuperman. Die Menge an Material könne bis zu 16 Kernwaffen betreiben. “Die hartnäckige Weigerung der TU, den Reaktor umzurüsten, gefährdet die deutsche und internationale Sicherheit”, so der US-amerikanische Experte (Alan Kuperman).
Die vergangenen 27 Jahre seien geprägt gewesen von “Arroganz und Lügen” der TU. Diese widersetze sich dem internationalen Konsens, wonach hoch angereichertes Uran in zivilen Reaktoren nichts verloren habe. Außerhalb Russlands seien bereits fast alle Reaktoren umgerüstet worden oder stünden unmittelbar davor. Mit Ausnahme des FRM II in Garching. Ein Papier, das einer ihrer eigenen Wissenschaftler gefertigt hat und zu dem Ergebnis kommt, dass eine Umrüstung möglich ist, halte die TU unter Verschluss, so Kupermans Vorwurf.
2021 sueddeutsche.de
„Die neue Vereinbarung wurde ab 2016 offenbar satte vier Jahre verhandelt. Das Ergebnis ist ungeheuerlich: Der Wortlaut rechtfertigt es praktisch, die Umrüstung von hochangereichertem Uran auf niedrigere Anreicherung auf ewig hinauszuzögern“
Dabei ist die Sache glasklar: Die atomrechtliche Genehmigung hat der TU einen Betrieb mit hochangereichertem Uran nur bis 2010 erlaubt. Seither versucht die TU München durch atomrechtlich unbedeutende Vereinbarungen die Umrüstung zu verzögern. Es erweckt den Eindruck, die beteiligten Ministerien und die TU würden gemeinsame Sache machen und keiner von beiden hat ernsthaft Interesse, die atomrechtlichen Bestimmungen umzusetzen. Und dabei wäre eine Umrüstung von hochangereichertem Uran auf niedrigere Anreicherung so einfach zu bewerkstelligen.
2022 umweltinstitut.org
Der BUND Naturschutz in Bayern klagt gegen den Weiterbetrieb des Forschungsreaktors München II, weil dessen Betrieb mit hochangereichertem, waffenfähigem Uran-235 seit 1. 1. 2011 illegal ist.
2024 taz.de
Es habe sich bei der Auflage einer Umrüstung ab 2011 wohl vor allem um eine politische Absichtserklärung gehandelt, hieß es seitens des Ministeriums weiter.
2024 welt.de
Also „kein waffenfähiges Uran“ ist schon ein ziemlich Ur-Grüner Standpunkt
Ja, das leuchtet auch eher blau





