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Die Impfung war und ist sinnvoll.
Ein Problem ist, dass diejenigen mit Nebenwirkungen (geschätzte Prävalenz 0.02%, [1,2]) damit allein gelassen sind und nicht als Impfschaden anerkannt werden.
Dabei handelt es sich ja grade nicht um Personen, die evidenzfrei oder politisch motiviert gegen die Impfung argumentiert haben, sondern Menschen, die sich aus freien Stücken - auch mehrfach - haben impfen lassen.
Das Ziel von Wissenschaft ist im übrigen ja nicht ‘Recht haben’, sondern eine bestmögliche Erklärung/Lösung auf Basis aktuell vorliegender Evidenz zu liefern. Aus neuen Beobachtungen muss aber notwendigerweise eine Anpassung bestehender Hypothesen/Theorien folgen.
Die umgangssprachliche oder politische Hundertprozentigkeit von Tatsachen ist ohne weiteren Kontext eigentlich immer falsch. Argumente, die ‘99.9%ige Sicherheit’ anführen sind typischerweise skeptisch zu sehen.
Post Vacc Syndrome (PVS) mit ME/CFS ist jedenfalls durchaus noch aktuell und die vielen Selbsthilfegruppen ringen hier um Wahrnehmung, z.B. auf entsprechenden Awareness Tagen [3].
Edit: Die rein statistische Betrachtung (Impfschäden höchst selten) unterschätzt auch den Hebel, den emotional aufgeladene Einzelfälle fragwürdigen politischen Gruppen verschaffen. Lasse ich mich - für die Gemeinschaft und mich - impfen und habe das Pech Komplikationen zu erleiden erwarte ich medizinische Anerkennung und nach Möglichkeit Hilfe. Alles andere ist ziemlich zynisch.
[1]Clinical and Diagnostic Features of Post-Acute COVID-19 Vaccination Syndrome (PACVS)
[2]Post-Vac-Syndrom – langfristig Krank nach COVID-19-Impfung
[3]ME/CFS Awareness Day