• UnfortunateShort@lemmy.world
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    5 days ago

    Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Steck dir Ziele, die dir erreichbar erscheinen. Dann machst du halt erstmal nur eine Vorlesung, das ist völlig okay. Die meisten Menschen schließen nie ein Studium ab, das ist nicht das Maß aller Dinge. Vielleicht versuchst du nebenher in nem Bereich, der was mit dem Studium zu tun hat, zu jobben? Minijob, 25 oder 50%. Raus kommen, was praktisches machen, in dem man sich etwas verlieren kann. Vielleicht weckt das neue Motivation? Und selbst wenn nicht, Therapie ist auch ein Invest in dich selbst, keine verlorene Zeit. Ein viel wichtigerer als das Studium, möchte ich sogar meinen.

    Wenn du in 30 Jahren zurück blickst, wirst du vermutlich keinen Gedanken daran verschwenden, ob du jetzt zwei oder zehn Jahre früher oder später mit dem Studium fertig warst. Es ist natürlich frustrierend, hinter den eigenen Ansprüchen und Erwartungen zurückzufallen, aber es ist auch ratsam sich zu fragen: Woher kommen diese Ansprüche eigentlich? Was will ich erreichen und warum? Muss ich es schnell erreichen? Was sollte jetzt meine oberste Priorität sein, wenn ich es erreichen will? Die Antwort darauf ist sicher nicht 5 Vorlesungen besuchen und mit 1,0 abschließen.

    Sorry, ich weiß das hilft erstmal vermutlich nicht viel, aber das sind so Dinge, die würde ich auch gerne meinem Vergangenheits-Ich sagen