Die Analyse, die als Teil der „Global-Burden-of-Disease-Studie 2023“ erschienen ist, schätzt, dass im Jahr 2023 rund 1,2 Milliarden Menschen mit einer psychischen Erkrankung lebten. Das entspricht einem Anstieg um 95 Prozent seit 1990.
„Besorgniserregend ist, dass dieser Anstieg der Belastung nicht mit einem entsprechenden Ausbau psychiatrischer und psychotherapeutischer Angebote auf globaler Ebene einhergeht“, schreiben die Autoren.



Fällt mir schwer zu glauben, dass die Erkrankungen sich fast verdoppelt haben sollen und nicht einfach nur die Diagnostik (wobei es schon plausibel ist, dass die Erkrankungen gestiegen sind). Depression, Burn-out, ADHD usw. gab es immer schon, aber das gesellschaftliche Bewusstsein dafür hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv entwickelt.
Ich denke man kann das schlecht auf einen Faktor beschränken. Bessere Diagnostik, Survivorship Bias (weniger Suizide), aber natürlich auch Themen wie Arbeitsverdichtung.