Obwohl Mieten und Lebenshaltungskosten steigen, beziehen immer weniger Studierende in Schleswig-Holstein BAföG. Laut Studentenwerk hält dieser Trend seit zehn Jahren an. Etwa 70 Prozent der BAföG-Berechtigten stellen erst gar keinen Antrag auf das zinslose Darlehen.
Abgesehen von dem hohen Papierkramaufwand scheitert das ja auch gerne mal daran, dass es Eltern gibt, die keinen Bock haben ihre Daten offenzulegen, selbst wenn das Ergebnis immer noch den Baföghöchstsatz in Aussicht hätte. Klar, kann man sich dann einklagen. Wenn man das Geld für den ganzen juristischen Kram hat und sich die Familienharmonie zerschießen möchte.
Oder dem Amt fällt ein, dass sie noch weitere Infos wollen, die man dann einsendet und wieder monatelang auf eine Antwort wartet, und denen fällt dann auf, dass die sich noch weitere Extraunterlagen wünsche, usw… Die haben scheinbar selber keine Ahnung, was die brauchen und sind unfähig eine vollständige Liste anzugeben. Auch lustig, wenn dann einfach eingesendete Unterlagen vergessen und übersehen werden. Ich habe auf diese Weise mal ein Jahr lang auf den Geldeingang warten müssen. Zuverlässig ist das nicht.