• AntonMuster@discuss.tchncs.de
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    3 days ago

    Und mal wieder so eine Nachricht bei der der Artikel dem Titel widerspricht. Die Verluste entstehen natürlich durch fehlenden Netzausbau und fehlende Speicher, aber bei den Wutbürgern klickt es sich so wahrscheinlich besser.

  • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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    2 days ago

    Das krasse ist - wenn die Netzbetreiber und die Landesregierung wirklich etwas dagegen tun wollten, dann können sie mit einfachsten Mitteln die Auslastung der Netze verbessern und den Anteil der Erneuerbare Stromerzeugung steigern.

    Man kann nämlich den voraussichtlichen Strombedarf prognostizieren, und ebenso die voraussichtliche Solar- und Windproduktion. Und Leute können ihren Verbrauch an diese Prognosen anpassen.

    Besser noch, solche Prognosen sind bereits aus erster Hand frei abrufbar, Stichwort ENTSO-E.

    Besser noch, man kann die Prognosen auf eine mobile Webseite legen und Leute können die abrufen, bevor sie ihre Spülmaschine, Waschmaschine, oder Wäschetrockner einschalten. Dank EU Regulierungen haben diese Geräte bereits Timer mit denen man den Start auf die Zeit mit dem grössten Solarüberhang legen kann. Dazu braucht man kein Smartmeter, dynamischen Stromtarif oder Pipapo, sondern nur ein Handy, Tablet oder PC.

    Besser noch, der Aufwand für so etwas ist verschwindend gering - so gering, dass es bereits eine private Initiative gibt, die das für Deutschland gratis macht.

    Deren mobile Webseite ist nicht hypothetisch, sondern real abrufbar - unter https://peakpick.de/ .

    So sieht die Prognose für heute aus:

    Also ganz praktisch und konkret startet unsere Spülmaschine heute an meinem Home Office Tag um 13 Uhr. Ich will schließlich nicht den Firmen, die unser Klima zerstören, noch zusätzlich Geld geben.

    Die Gretchenfrage ist: Da das alles so unaufwendig ist und die Situation zumindest etwas verbessert - WARUM MACHEN DIE LANDESREGIERUNG UND DIE NETZBETREIBER DAS NICHT UND VERÖFFENTLICHEN GENAU SO FÜR JEDEN LANDKREIS IN BAYERN EINE MOBILE WEBSEITE MIT EINER ENTSPRECHENDEN REGIONALEN PROGNOSE? WARUM?

    Das ersetzt sicher nicht den Netzausbau - aber es nicht zu machen, ist pure Blockadepolitik zugunsten fossiler Unternehmen - und zu Lasten der Finanzen von Bürgern.

  • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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    3 days ago

    Ich mein, dass der Netzausbau zu langsam vorangeht wissen wir ja auch erst seit 20 Jahren. Wann hätte man denn darauf reagieren sollen, so schnell und plötzlich, wie das kam? (/s)

    • comrade_twisty@feddit.org
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      2 days ago

      Das war und ist doch alles Neuland, da kannst du als Konservativer einfach nichts machen - man will ja die Rentner nicht verwirren mit Politik für die Zukunft.

  • Aniki@feddit.org
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    2 days ago

    Batteriespeicher sollten direkt an Solarparks gebaut werden, dann würde der Stromexport ins Netz über den Tag/Nacht verteilt werden.

    • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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      2 days ago

      Das muss man sicher abwägen. Photovoltaik erzeugt Mittags im Sommer am meisten Strom - da wird auch am meisten verbraucht, und an heißen Sommertagen zukünftig besonders viel, wegen der nötigen Klimatisierung. Windenergie dagegen liefert auch im Winter und genausoviel Nachts. Die optimale Lage wird beides berücksichtigen, auch die Anschlusspunkte der Nord-Süd-Leitungen.

  • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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    3 days ago

    Na ja, man sollte das vergleichen mit den ökonomischen und politischen Kosten eines Atommüllendlagers in Bayern.

    Wenn die Landesregierung den Ausbau erneuerbarer Energien und Stromtrassen blockiert, ist das doch ein fairer Preis? Schließlich muss der Atommüll der vergangenen Jahrzehnte irgendwo hin…

  • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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    2 days ago

    Das Problem: Der Strombedarf schwankt stark.

    Das ist bzw. war witzigerweise auch eines der stärksten Argumente gegen Atomkraftwerke: Die Zeitkurve der Erzeugung passte nie zum Verbrauch.

    An Wochenenden und nachts ist er geringer als vormittags an einem Werktag. Gleichzeitig steigt an Sonnentagen das Stromangebot durch Photovoltaikanlagen im Vergleich zu bewölkten Tagen. Hinzukommt, dass nicht überall die Stromnetzkapazität gleich gut ausgebaut ist. Mancherorts kann das Netz zeitweise nicht den gesamten Solarstrom abnehmen. Energiewende erfordert Neuorientierung bei Netzausbau

    Der Grund für die Stromnetz-Engpässe liegen zu einem Teil in der Entstehungsgeschichte des Netzes: Zu Zeiten von Kohle- oder Atomkraftwerken war das Ziel, Strom aus zentralen Groß-Kraftwerken ins “flache Land” zu transportieren.

    Ist halt nur so, dass sich in den letzten 25 Jahren Experten damit beschäftigt haben, wie man das Netz ausbauen muss, um dem gerecht zu werden.

    Und obendrauf verändern die billigen Grossbatterien die Rechnung stark, die können die Last sowohl zeitlich als auch geografisch verteilen und machen alles deutlich billiger.

    • trollercoaster@sh.itjust.works
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      2 days ago

      Bei Speichern fällt mir noch ein, dass in den letzten paar Jahrzehnten eine zweistellige Anzahl von geplante Pumpspeicherkraftwerken, der langfristig am günstigsten und zuverlässigsten Lösung für Stromspeicherung, (mit ein bisschen Wartung können solche Anlagen über hundert Jahre laufen) wegen allen Arten von NIMBY nicht gebaut wurden.

  • KraeuterRoy@feddit.org
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    3 days ago

    I hobs immer gwusst, des mit den Solar is a Verlustgschäft!

    – ein anonymer, bajuwarischer Essens-Aufzeichner

  • nocteb@feddit.org
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    2 days ago

    Warum überlassen wir die Netze überhaupt irgendwelchen Firmen die offensichtlich am Bedarf vorbei wirtschaften um sich die Taschen voll zu machen? Das ist kritische Infrastruktur und gehört in Staatshand.

    • Aniki@feddit.org
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      2 days ago

      vielleicht könnte man auch die Netze klagen weil sie dadurch dass sie der Nachfrage nicht nachkommen, weniger Geld machen, und daher ihre fiduciary duty verletzen.