• Spatz@feddit.org
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    2 days ago

    Lustig finde ich an solchen “Lösungen” immer: in der perfekten Welt, in der das funktionieren könnte, bräuchten wir es gar nicht. So klingt es für mich nach dem was es ist: Kapitulation vor den Immobilienhaien.

    Zusätzlich findet ja doch eine versteckte Mieterhöhung statt: “Wir gehören zu den wenigen Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland, die ihren Mietern bei einer Verkleinerung der Wohnung die Mitnahme des bisherigen Kaltmietpreises garantieren”… Es wird also künftig für die kleinere Wohnung der Preis für die Große genommen. Und die Familie, die in die größere Wohnung zieht? Darüber schweigt man sich aus. Man weiß warum. Und wenn die Alten dann gestorben sind, hat man die kleine Wohnung auf der Mietpreisbasis der großen Wohnung, plus Mieterhöhung bei Neuvermietung. Und lässt sich für dieses Spiel auch noch feiern. LOL

  • quatschkopf43@feddit.org
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    2 days ago

    Ich finde das Konzept der Tauschwohnungen zwar eigentlich gut, es hilft aber nur Leuten, die bereits eine tolle Wohnung haben und diese nur aus Platzgründen nicht mehr wollen. Wer in einer Bruchbude (zugespitzt) wohnt oder einfach noch gar keine Wohnung hat, dem hilft das halt überhaupt nicht. Das ist super frustrierend, wenn gefühlt die Hälfte der Wohnungsanzeigen nur Tauschwohnungen sind.

  • aaaaaaaaargh@feddit.org
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    2 days ago

    Ich hab Tauschwohnungen nie verstanden. Jede zweite Wohnung in Hamburg ist eine Tauschwohnung und alle wollen sich natürlich verbessern hinsichtlich Größe, Lage oder Kosten. Ich kapier irgendwie nicht, wie das funktionieren soll.

    Jede andere zweite Wohnung ist übrigens befristet oder möbliert, aber das ist ein anderes Thema (mit dessen Beseitigung man die Wohnungsnot übrigens auch bekämpfen könnte)

    • GenosseFlosse@feddit.org
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      1 day ago

      Kommt ja nicht nur auf die groesse an; vielleicht will man eine andere lage um naeher an arbeit, schule oder familie zu sein ohne jedesmal erst stundenlang durch die stadt fahren zu muessen?

      • aaaaaaaaargh@feddit.org
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        1 day ago

        Glaub mir, niemand in der Großstadt würde für sowas die Wohnung wechseln, höchstens in Einzelfällen. Hauptkriterium ist und bleibt Größe und Preis, weil du in Ballungsräumen sowieso so gut wie überall innerhalb von 30-40 Minuten hin fahren kannst, da würde niemand eine gute Wohnung im Innenstadtgebiet für aufgeben.

    • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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      2 days ago

      Die Idee hinter Tauschwohnungen war eigentlich mal, dass man in eine Wohnung zieht, die besser zu den eigenen Bedürfnissen passt, ohne dabei den Vermietern die Gelegenheit zu geben, die Miete anzuziehen, wie es bei Mieterwechseln die Regel ist.
      Als konkretes und pointiertes Beispiel könnte man dabei älter werdende Menschen nennen, die nach dem Auszug ihrer Kinder keine fünf, sechs Zimmer mehr brauchen, die mit der jungen eventuell größer werdenden Familie tauschen, deren zweieinhalb-Zimmer Wohnung mit der anstehenden Geburt des zweiten und dem Wachstum des ersten Kindes aus allen Nähten platzt.
      Der Tausch soll dabei dem Fall vorbeugen, dass das ältere Paar sich bei einer normalen Wohnungssuche fragt, warum sie für zweienhalb Zimmer mehr Miete zahlen sollten als für ihre jetzigen fünf bis sechs, und die junge Familie nicht in der kleinen Wohnung bleibt, weil sie sich die große während Elternzeit (oder auch danach noch) gar nicht leisten könnten, weil die Vermieter den dreißig Jahre alten Mietvertrag endlich an die “ortsübliche Vergleichsmiete” eines gentrifizierten ehemaligen Arbeiterviertels anpassen können.

      • nahostdeutschland@feddit.org
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        2 days ago

        Und was hindert den Vermieter daran, dem ganzen nicht zuzustimmen? Er wäre ja schön blöde, wenn er das ältere Ehepaar ab 70, das im günstigen Altmietvertrag wohnt, dann gegen eine junge Familie mit dem gleichen Vertrag tauscht.

        • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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          2 days ago

          Gar nichts. Der Vermieter kann sogar eine neue Miete zur Bedingung seiner Zustimmung zum Tausch machen. Es gibt aber Anreize für den Vermieter, dem Tausch zu brauchbaren Konditionen zuzustimmen, zum Beispiel spart er sich den Makler oder den Aufwand, selber neue Mieter suchen zu müssen.

  • nahostdeutschland@feddit.org
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    2 days ago

    An der Stelle wird, glaube ich, auch unterschätzt, wie zentral Nachbarschaft ist. Wenn die funktioniert, ist es nämlich eine tolle Sache. Man kennt sich und man hilft sich gegenseitig. Dann passt man seit Jahren im Urlaub gegenseitig etwas auf die Wohnung auf, gießt die Zimmerpflanzen und den älteren Leuten wird der Einkauf hochgetragen. Man fragt den Nachbarn, ob er bei der Fahrradreparatur helfen kann und er fragt, ob du noch etwas Mehl borgen kannst. Das gibt man nicht so einfach auf und tauscht es.

    • trollercoaster@sh.itjust.works
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      1 day ago

      Wie kannst Du in dieser wirtschaftlichen Lage noch ein intaktes soziales Umfeld haben wollen? Wer solche Dienstleistungen durch sein soziales Umfeld in Anspruch nimmt, tritt doch damit in Konkurrenz zu gewerblichen Dienstleistern, die diese Dienstleistungen kostenpflichtig anbieten! Damit zerstört man das zarte Pflänzchen Wachstum! Zieh gefälligst um! Für die Wirtschaft!

      /s, nur für den Fall, dass BWL-Justus oder ein Politiker hier mitliest und das Offensichtliche nicht kapiert.