Ich habe noch nie irgendwo einen Artikel von Nius gesehen. Es wird immer nur als Beispiel für schlechte, populistische Meinungsmache genommen.
Zusätzlich zum im Artikel gesagten:
Nius muss gar keine Gewinne machen, es wird von einem Milliardär finanziert, der mit Jens Spahn eine Art Root-Passwort zum Gesundheitssystem hat:
Eigentlich hatte ich bisher immer die Fahne unserer Demokratie hoch gehalten, aber es macht sich in jüngster Zeit echt eine Verdrossheit in mir breit, welche nicht mehr gesund ist.
Mensch, das fühl ich.
Mir kommt es immer mehr so vor als wäre man etwas zu “naiv” ran gegangen.
Moralisch integre Menschen würde die Abgeordnetendiät bestimmt reichen und sie von Korruption abhalten. Aber. Es gibt keinen ausreichenden Mechanismus um sicherzustellen dass das die Abgeordneten und Minister auch tun. Der Bürger ‘kauft’ die Katze im Sack. Finde ich falsch.
Mir kommt es immer mehr so vor als wäre man etwas zu “naiv” ran gegangen. Moralisch integre Menschen würde die Abgeordnetendiät bestimmt reichen und sie von Korruption abhalten.
Es wird in einer Demokratie mit Kapitalismus immer dazu kommen dass große Firmen jeden Vektor der profitabel ist nutzen werden um sich politische Vorteile zu kaufen.
Mit anderen Worten, die “Korruption” ist kein Fehler im System sondern eine natürliche Funktion. Dem Bürger wird nur immer wieder vorgebetet dass einzelne moralisch kaputte Akteure das Problem sind. Diese verhalten sich aber einfach nach den Incentives die das System mitbringt.
Es wird in einer Demokratie mit Kapitalismus immer dazu kommen dass große Firmen jeden Vektor der profitabel ist nutzen werden um sich politische Vorteile zu kaufen.
Und ein Feuer wird dir das Haus abfackeln und dich mit Rauch ersticken. Deswegen steckt man es in sichere Behältnisse und macht es nutzbar. Du wirst Menschen nicht ändern können aber du kannst das System ändern in dem diese Menschen agieren.
Deiner Analogie folgend hätte ich gern ein Haus das sich nicht zuverlässig selbst entzündet.
Das Problem ist ja nicht die Demokratie an sich, sondern wie wir sie gestalten. Wenn Politiker: innen offensichtlich gegen den Willen und das Wohlbefinden der Bevölkerung handeln, ist es dann noch Demokratie?
Eine andere Frage ist, ob und unter welchen Bedingungen echte Demokratie möglich ist. (In der Entscheidungen tatsächlich für/entsprechend des Volkes getroffen werden)
aber es macht sich in jüngster Zeit echt eine Verdrossheit in mir breit, welche nicht mehr gesund ist.
Ist es eher so Demokratieverdrossenheit, Korruptionsverdrossenheit, oder vielleicht gar Faschismusverdrossenheit?
Verdrossenheit durch ein Gefühl der Ohnmacht und dem Ignoriertwerden seitens der nominellen Volksvertreter*innen.
Repräsentative Systeme führen langfristig immer in Korruption und einen Abbau von Demokratie, denn es sind die eigentlich in der Minderheit befindlichen Egoisten und Opportunisten die sich in die Spitzenpositionen ,arbeiten".
Meiner Meinung nach kann langfristig nur eine dauerhafte direkte Demokratie die Lösung sein, das Internet macht heute möglich was über Jahrhunderte undenkbar war.
Her mit den Downvotes.
Her mit den Downvotes.
?
Ich bin mir jetzt nicht sicher ob das so der krasseste Take ist, um ehrlich zu sein. Ist halt eine andere ‘Geschmacksrichtung’ von Demokratie.
Ich mag die weniger weil ich Sorge habe vor reaktionären und populistischen Elementen. Aber es ist halt immer noch eine Demokratie.
Sehe ich eigentlich wie du, hab in der Vergangenheit aber schon hart Contra dafür bekommen. Meistens mit dem Hintergrund ,schau dir an wie dumm die Leute sind, die kannst du doch nicht entscheiden lassen!?!". Kann man so sehen… aber dann können wir uns die ganze Demokratie auch gleich schenken wenn man der Mehrheit nicht zutraut vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Zudem ist es jetzt auch nicht so als würde unsere repräsentative Demokratie nicht auch fragwürdige Entscheidungen treffen.
Ich fände es zumindest mal gut, wenn es Volksentscheide auch auf Bundesebene gäbe, und man generell die Hürden für Volksentscheide mal senkt. Das ist schon ziemlich lächerlich, wie unmöglich die eigentlich selbst da sind, wo sie möglich sind.
Aber ständig “belästigt” werden, möchte ich auch nicht. Um Demokratie partizipativer und resilienter gegen Machtkauf zu machen, sollte man erstmal die Korruption strafbarer machen. Sind wir schon lächerlich hinten dran in D.
Und ich glaube tatsächlich, dass Bürgerräte eine knorke Idee sind. Diese Verfahren sollte man institutionalisieren und deren Ergebnisse irgendwie bindend gestalten. Da kommen echt immer gute und versöhnende Ergebnisse rum. Und die sind auch wieder deutlich weniger anfällig für Einflüsterungen als Volksabstimmungen, weil sie halt komplexere Ergebnisse als Ja/Nein oder mehrere vordefinierte Optionen bieten. Und sich die gelosten Bürgys halt länger und intesinver mit dem Thema auseinandersetzen.
Aber ständig “belästigt” werden, möchte ich auch nicht
Verständlich; und ich glaube, auch hier liegt ein Problem, das nochmal auf andere Weise mit Wirtschaft gekoppelt ist. Mehr partizipative Demokratie wird auch einen Mehraufwand bedeuten, um den man sich kümmern muss. Viele Menschen, die ganztags arbeiten und nebenbei vielleicht noch Famililienbetreuung haben, sind dann auch einfach zu erschöpft, um dann noch Energie in Demokratiebildung zu stecken. Man kann Demokratie schon zur Bürgerpflicht machen, aber dann muss die auch zu den anderen Pflichten passen. In einer Gesellschaft, wo sich der Wert des Menschen praktisch ausschließlich über seine Arbeit definiert, wird das nicht passieren.
Aber ständig “belästigt” werden, möchte ich auch nicht.
Die Idee wäre das ganze auf freiwilliger Basis zu halten. Jeder KANN bei jeder Entscheidung mit abstimmen, muss es aber nicht. Meine Hoffnung wäre, dass sich auf diese Weise selbst die Leute selektieren die eine Meinung und/oder Ahnung zu dem Thema haben und dementsprechend motiviert sind sich zu informieren und eine gute Entscheidung zu treffen.
Um Demokratie partizipativer und resilienter gegen Machtkauf zu machen, sollte man erstmal die Korruption strafbarer machen.
An sich ja, nur glaube ich das in repräsentativen Systemen die Leute mit Geld nach und nach immer eine Möglichkeit finden werden sich die Macht zu kaufen. Selbst wenn man mit einem sehr restriktiven Korruptionsbekämpfungssytem startet wird das im Lauf der Jahrzehnte immer weiter ausgehöhlt und irgendwann wirkungslos. Siehe die Entwicklung zum Thema ,Lobbyismus" in der gesamten demokratischen Welt oder auch die Entwicklung der USA mit Citizens United als Sargnagel der amerikanischen Republik.
Und ich glaube tatsächlich, dass Bürgerräte eine knorke Idee sind. Diese Verfahren sollte man institutionalisieren und deren Ergebnisse irgendwie bindend gestalten. Da kommen echt immer gute und versöhnende Ergebnisse rum. Und die sind auch wieder deutlich weniger anfällig für Einflüsterungen als Volksabstimmungen, weil sie halt komplexere Ergebnisse als Ja/Nein oder mehrere vordefinierte Optionen bieten. Und sich die gelosten Bürgys halt länger und intesinver mit dem Thema auseinandersetzen.
Klingt gut, muss zugeben das hatte ich so genau noch garnicht auf dem Schirm, danke dafür!
Das bedeutet auch: Wenn die Gesundheitsdaten der Deutschen erst mal an US Versicherungskonzerne gefallen sind - sei es durch allzu enthusiastischen KI-Einsatz (“Hups! Sicherheitslücke, Daten abgesaugt, Claude hat sich vertan, Tschuldigung, kann passieren") oder weitere Privatisierung - dann geht es um ganz andere volkswirtschaftliche Summen.
Dann können nämlich die Privaten Kassen (mal vorausgesetzt deren CEOs werden nicht wie in Amiland von frustrierten Kunden erschossen) mittels Risikoberechnungen, die sich auf die geleakten Daten stützen, die gesunden Kunden attraktiv günstig versichern, weisen die kränkeren ab, und den gesetzlichen Kassen bleiben die teureren Mitglieder, die nicht ganz so gesund sind. Womit sie auf Dauer nicht überleben können.
Ohne wirklichen Datenschutz funktioniert so ein Solidarsystem nicht.
Lt. Wiki:
Zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn hielt Frank Gotthardt 2020 etwas weniger als die Hälfte der Anteile der CompuGroup Medical. Laut Manager Magazin schrumpfte sein Vermögen von 1,4 Milliarden (Stand 2020)[22] auf 500 Millionen Euro (Stand 2024).[23]
Bedeutet also: 34 Millionen Miese durch Reichelt tut dem durchaus weh. Das ist dann doch ein relevanter Teil des Vermögens
Ist halt ne Investition. Heute bei der Verblödung der Bevölkerung für den rechten Abschaum helfen, morgen lukrative Aufträge und Zuwendungen bekommen.
Haben wir uns das bei der AfD selbst nicht auch gefragt, vor langer Zeit?









